EU zeichnet München aus

Wertvoller Input, spannende Anregungen und jede Menge Networking: Bei dem Event „München als Zentrum gesellschaftlicher Innovationen“ kamen regionale und lokale Akteure, Sozialunternehmen, soziale InnovatorInnen sowie politische EntscheidungsträgerInnen zusammen, um sich über nachhaltiges Wirtschaften und unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen auszutauschen.

Gemeinsam mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) und dem Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München organisierten wir erstmalig das Netzwerkevent und begrüßten hierfür rund 100 relevante Akteure in unserer Creative Hall in München. Anlass für die Veranstaltung war die Auszeichnung Münchens als eines von fünf deutschen European Social Economy Regions (ESER). Mit dem Programm, das von der EU Kommission gefördert wird, soll das Bewusstsein für soziales Unternehmertum auf regionaler und lokaler Ebene geschärft und eine stärkere Vernetzung relevanter Akteure erreicht werden.

Spannender Input und neue Impulse

In ihrer Keynote zeigte Dr. Ulla Engelmann, Referatsleiterin „Fortgeschrittene Technologien, Cluster und Sozialwirtschaft“ der Europäischen Kommission die verschiedenen Säulen zur Förderung der Social Economy auf und informierte über bereits bestehende Unterstützungsmöglichkeiten auf EU-Ebene. Es folgte ein Vortrag von Markus Sauerhammer, Vorsitzender von SEND, der darüber referierte „Warum gerade jetzt Social Entrepreneurship wichtig ist“.

Wissen, das veraltet. Komplexität, die zunimmt. Spezialisierungsgrade, die sich erhöhen. Welche Kompetenzen wir im 21. Jahrhundert aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen brauchen, thematisierte Dr. Sebastian Planck, Leiter des Qualifizierungsbereichs bei der SEA, in seinem Vortrag mit dem Titel: „Hipster, Hustler, Nerd und Hippie: Kompetenzen fürs 21. Jahrhundert“.

In der anschließenden Podiumsdiskussion beantworteten unsere ExpertInnen unter der Moderation von Carola von Peinen, Geschäftsführerin von Talents4Good, die Fragen, welche Rahmenbedingungen Social Entrepreneurs benötigen, was der Standort München bereits bietet und wie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Netzwerken für gesellschaftlichen Wandel erreicht werden kann.

Die Expertenrunde setzte sich zusammen aus Kurt Kapp (Stellvertreter des Referenten, Leiter Wirtschaftsförderung, Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München), Prof. Dr. Barbara Scheck (Leiterin „European Center for Social Finance” an der Munich Business School), Prof. Dr. Oliver Alexy (Entrepreneurship Research Institute, Technische Universität München), Christina Ramgraber (Sozialunternehmerin und Geschäftsführerin sira Projekte GmbH, München) und Tina Teucher (Mitgründerin Transition München eG i.G).

Ideen austauschen und netzwerken

Nach dem vielen Input und den spannenden Anregungen durch unsere RednerInnen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit in Gruppen an unterschiedlichen Thementischen eigene Ideen einzubringen. Der Thementisch des Sozialreferats beschäftigte sich zum Beispiel mit der Frage, welche Unterstützungsleistungen sich Sozialunternehmen wünschen. Während die Teilnehmenden am SEA-Tisch Lösungsvorschläge sammelten, um die bereits genannten Hippies, Hipster, Nerds und Hustler stärker zusammenzubringen.

Außerdem mit Fragestellungen vertreten waren das Impact Hub Munich, der Klimaherbst, SEND, der Social Impact Lab, Silicon Vilstal, Fridays for Future sowie die Transition e.G..

Nach einer kurzen Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse wurde die verbleibende Zeit genutzt, um sich in entspannter Atmosphäre besser kennenzulernen und zu netzwerken.

Wir danken der Landeshauptstadt München, dass sie dem Thema Social Entrepreneurship durch diese Veranstaltung Raum und Gewicht gegeben haben und gratulieren nochmal recht herzlich zur Auszeichnung als European Social Entrepreneurship Region (ESER).

In Kooperation mit:

SEA

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