Bild vom Demo Day SEA:certificate

Lösungen, die Greta Thunbergs Herz erfreuen

Schade, dass Greta nicht beim Demo Day des 9. SEA:certificate war. Über die vorgestellten Start-up Ideen hätte sie sich sicher gefreut. Denn für den 9. Jahrgang dreht sich alles um das Thema climate action. Das Ziel: die Umsetzung der Forderungen von Fridays For Future München mit unternehmerischen Mitteln. Welche innovativen und nachhaltigen Lösungen im Wintersemester entstanden sind, möchten wir in diesem Beitrag mit Euch teilen.

Im vergangenen Semester wurden die Grundsteine der Social Entrepreneurship Ausbildung gelegt und so einige Meilensteine erreicht! Nicht zuletzt beim Demo Day, als die Teams ihre Projekte vor großem Publikum präsentierten. Wer den Demo Day im Vorhoelzer Forum leider verpasst hat, darf sich hier über eine kleine Zusammenfassung freuen.

Demo Day ist Demonstration: So kann’s gehen!

Das Team re:cider rettet unverkäufliches Obst aus der Region und stellt daraus fruchtigen Cider her. So werden die Früchte doch noch verwertet und ihre Haltbarkeit verlängert. Die Geschmacksrichtungen variieren von Saison zu Saison. Denn in den Partner-Brauereien wird verarbeitet, was aktuell zuhaben ist. Außerdem wird auf jeder Flasche über Lebensmittelverschwendung aufgeklärt. Zu lesen ist etwa, dass derzeit ein Drittel aller Lebensmittel in der Tonne landen. 34% davon sind Obst und Gemüse. Schade um die wertvollen Ressourcen!

Ein weiteres Team beschäftigt sich mit Lebensmitteln – auf andere Art und Weise.

deliverloop macht den Supermarkt überflüssig. Über eine Online Plattform können regionale Bio-Lebensmittelproduzenten ihre Ware direkt an KundInnen vermarkten. deliverloop kümmert sich um die Verpackung der Lebensmittel in Pfandbehälter und eine klimaneutrale Lieferung. Diese geschieht per Lastenrad zu stadtweiten Abholstationen. Mit diesem Ansatz werden zwei große Probleme gelöst: Erstens werden Plastikverpackungen (die das Konzept des Supermarkts aus Werbe-, Haltbarkeits- und Hygienegründen erfordert) durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzt. Zweitens soll der Stadtverkehr reduziert und eine autofreie Stadt ermöglicht werden. Außerdem verschafft deliverloop Bio-Lebensmittelproduzenten direkten Kundenzugang, sodass sie preislich konkurrenzfähig bleiben.

Damit wir’s verstehen

Das Team von we ask for impact hat ein Quiz zum Thema ‚Nachhaltigkeit im Alltag‘ entwickelt. Der Anspruch: weg vom Blaming, hin zum Gaming. Bisher fehlendes Wissen kann spielerisch erlernt werden. So gibt es keine weiteren Ausreden für unnachhaltiges Handeln. Es bedarf noch nicht einmal einer weiteren App. Das Quiz läuft auf den gängigen Social Media Plattformen. Dort finden sich neben Fakten auch Verweise auf nachhaltige Produkte.

Diese stellt auch ein viertes Team bereit, hat sich dabei aber spezialisiert.

stand.bye – der Name ist Programm. Auf seiner Website informiert das Team über unnötigen Standby-Stromverbrauch von Elektrogeräten. Denn allein für die Erzeugung des Stroms, der pro Jahr in deutschen Büros und Privathaushalten im Standby-Modus verbraucht wird, sind zwei mittelgroße Atomkraftwerke notwendig. Auf https://stand-bye.org/ finden sich ein Standby-Rechner, ein individueller Ratgeber und sonstige Spar-Tipps. Letztlich kommen alle Einsparungen nicht nur dem Geldbeutel, sondern vor allem der Umwelt zu Gute. Ließe sich aller Standby-Stromverbrauch vermeiden, reduzierte das die weltweiten CO2-Emissionen um 1%.

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